

Mein Name ist Emilie Helmstedt, ich bin Mitgründerin und Creative Director von HELMSTEDT und habe die Illustrationen für das Hammershøi Kids-Geschirr von Kähler gestaltet.
Für mich fühlt es sich an, nach Hause zu kommen, wenn ich mein Atelier betrete – nur auf eine andere Art als zu Hause. Es ist ein Ort, der sich ständig weiterentwickelt und an dem kein Tag dem anderen gleicht. Wir arbeiten fortlaufend an neuen Ideen, Zielen und kreativen Prozessen, die darauf warten, entdeckt und zum Leben erweckt zu werden.
Unser Atelier ist ein kleines gelbes Haus voller Projekte, kreativer Energie und Schaffensfreude. Hier herrschen zugleich Lebendigkeit und Ruhe, und genau das macht diesen Ort so besonders. Man weiß nie genau, was einen erwartet, wenn man durch die Tür tritt.
Als Kähler Sie während der Arbeit an Hammershøi Kids besuchte, war Ihre Tochter dabei. Wie erleben Sie es, den kreativen Raum mit ihr zu teilen?
Es war eine ganz besondere Erfahrung. Die Möglichkeit, das zu tun, was ich liebe, und gleichzeitig meine Tochter in den Prozess einzubeziehen, fühlte sich wie ein großes Privileg an.
Sie entdeckt Farben und Formen mit einer Unmittelbarkeit, die mich inspiriert. Kinder erschaffen Dinge aus ihrer Fantasie heraus, ohne sich allzu viele Gedanken über das Endergebnis zu machen, und genau diese Freiheit ist befreiend und inspirierend zugleich. Die Welt durch ihre Augen zu sehen, erinnert mich daran, wie wichtig es ist, Spiel und Neugier im kreativen Prozess zu bewahren.
Ich genieße es sehr, gemeinsam mit ihr kreativ zu sein. Es schenkt Freude, Freiheit und neue Perspektiven.

Was hat Sie zu den Illustrationen auf dem Hammershøi Kids-Geschirr inspiriert?
Die Illustrationen haben ihren Ursprung in der Natur, wurden jedoch durch eine märchenhafte Fantasie interpretiert. Ich finde es spannend, die Wirklichkeit ein wenig zu verfremden und kleine Geschichten zu erschaffen, in denen Tiere und Natur menschliche Eigenschaften erhalten.
Ich liebe die Natur und verbringe viel Zeit in ihr, daher war es ganz natürlich, sie ins Zentrum der Gestaltung zu stellen. Gleichzeitig habe ich mir kleine Welten und Geschichten rund um die Motive vorgestellt – wie es wäre, in einem Pilzhäuschen zu wohnen oder welche Abenteuer sich zwischen den Tieren abspielen könnten.
Einige der Illustrationen enthalten auch persönliche Elemente. Das kleine Haus in dieser Welt habe ich mir beispielsweise als Spielhaus für meine Tochter und mich vorgestellt. Das macht die Geschichten für mich noch persönlicher und greifbarer.

Die Illustrationen sind voller Details. Was wünschen Sie sich, dass Kinder darin entdecken?
Ich hoffe, dass Kinder unterschiedliche Dinge darin sehen, denn jedes Kind erlebt die Welt auf seine eigene Weise. Die Illustrationen sind voller kleiner, verspielter Details und Geschichten, die man immer wieder neu entdecken kann.
Da gibt es zum Beispiel eine Fliege, die auf einer Luftmatratze in der Sonne liegt, sowie andere kleine, schräge Szenen, die Kinder vielleicht dazu anregen, innezuhalten und ihre Fantasie spielen zu lassen. Ich halte es für wichtig, Raum für solche Geschichten zu schaffen, besonders in einem Alltag, der oft sehr strukturiert ist.
Hoffentlich wird das Geschirr zu etwas, das Neugier, Spiel und Gespräche am Esstisch anregt.